Freiwillige Schmetterlings-Beobachter:
Insgesamt 6 Teilnehmer waren am 16. Oktober 2010 trotz ungemütlichem Regenwetter
auf Eier- und Raupensuche. Und kurz gesagt: es war ein interessanter, erfolgreicher
und unterhaltsamer Tag.
Da der Meistelberg wegen Forstarbeiten nicht zugänglich war, wanderten wir von Liesberg
aus nach Westen. Bereits am Dorfrand konnten wir die ersten Eier des Nierenflecks
(Thecla betulae) auf jungen Schlehen finden. An den Zweigspitzen der grossen, freistehenden
Eichen beim Hellhof fanden wir dann - neugierig beäugt von einem Pony - die Eier
des Blauen Eichenzipfelfalters (Neozephyrus quercus). Die Suche nach den Eiern des
Braunen Eichenzipfelfalters (Satyrium ilicis) war leider erfolglos, stattdessen konnten
wir auf der Fluh oberhalb «En Bouec» einige Eier des Kreuzdorn-Zipfelfalters finden
- dieses Vorkommen der Art war von Falterbeobachtungen her bereits bekannt, wo hier
die Eier abgelegt werden jedoch nicht. Dies war jedoch rasch geklärt: die Eier fanden
sich einzeln, zu zweit oder zu dritt auf kleinen Sträuchern des Alpen-Kreuzdorns
und (seltener) auch des Gemeinen Kreuzdorns an der besonnten oberen Kante der Fluh.
Der Rückweg am nordexponierten Hang des «Äbi» förderte dann noch Eier des Ulmenzipfelfalters
(Satyrium w-album) zutage, zudem entdeckte Res an einer kleinen Sal-Weide am Wegrand
eine Raupe des Grossen Schillerfalters (Apatura iris), später folgte noch eine zweite.
Eier des Blauen Eichenzipfelfalters (links oben) und des Kreuzdorn-Zipfelfalter (rechts
oben). Unten links die Raupe des Grossen Schillerfalter (Foto Werner Huber) und der
Blauflügeligen Ödlandschrecke (unten rechts, Foto Werner Huber). Restliche Fotos
Thomas Stalling.