Folgende Aktivitäten standen im Jahr 2007 im Fokus. Im Rahmen des Projekts wurden
bereits zahlreiche Verbesserungen zugunsten der bedrohten Tagfalterarten erreicht:
- Aufbau der Projektleitung und der Dokumentation.
- Sichern der Finanzierung für 5 Jahre.
- Präsentation und Diskussion des Konzeptes mit dem landwirtschaftlichen Zentrum Ebenrain
und dem Forstamt beider Basel.
- Anpassung der Weidepflege und Erhöhung des Rinderbestandes auf der Erhollenweide
in Liesberg (Vorranggebiet Nr. 2).
- Initiieren von Massnahmen in den Vorranggebieten «Richtiflue» (Voranggebiet 13),
«Helfenbergrütenen» (Voranggebiet 14), «Röserental-Tugmatt» (Voranggebiet 19),
«Mühlebach» (Voranggebiet 26), «Reinacher Heide» (Voranggebiet 27).
Beim Erstellen des Konzeptes konnten bereits erste Wirkungen erreicht werden. Durch
den direkten Kontakt mit den zuständigen Personen konnten einige Massnahmen eingeleitet
werden. Hier einige Beispiele:
- Rotationsprinzip bei der Mahd, d.h. es wird nur zweidrittel gemäht (Mühlibächli,
Liesberg)
- Anpassung des Weideregimes zur Reduktion der Verbrachung (Erhollen, Liesberg und
Lauchweid, Eptingen/Langenbruck)
- Schonung des Gemeinen Kreuzdornes zur Förderung des Schlehenzipfelfalters (Oltme,
Liesberg)
- Ein Aufwertungsprojekt konnte an die Bedürfnisse der Tagfalter angepasst werden (Richtiflue,
Waldenburg)
- Aufwertung der Waldränder und Waldbestände (Röserental-Tugmatt, Liestal)
- Einbringen der Lebensraumansprüche des Schillerfalters (Mühlebachtal, Allschwil)
Im Jahr 2008 konnten in einigen Gebieten erste Aktivitäten eingeleitet und umgesetzt
werden. Hier eine kurze Übersicht der wichtigsten Massnahmen:
- Prioritäres Umsetzungsprojekt Bergkronwicken-Widderchen: Freistellen der Bereiche
zur Förderung der Futterpflanze. Optimierung des Weideregimes. Reduktion des Adlerfarns.
- Prioritäres Umsetzungsprojekt Rostbraunes Wiesenvögelchen: Ausdehnung des Halbtrockenrasens.
Die Population des Rostbraunen Wiesnvögelchens hält sich gut, eine Ausbreitung ist
sehr wahrscheinlich.
- Gemeindeprojekt Rothenfluh: Umsetzung wichtiger Massnahmen zugunsten der Schmetterlinge
in enger Zusammenarbeit mit dem Natur- und Vogelschutzverein Rothenfluh/Anwil, dem
landwirtschaftlichen Zentrum Ebenrain, der Pro Natura Baselland und den lokalen Landwirten.
- Gemeindeprojekt Liesberg: Das Beweidung- und Mähregime der Erhollenweide wurde angepasst,
um die Verbrachung zu vermindern. Im Gebiet «Riesel» wurde die feuchte Bachmulde
massiv durchforstet was dem Violetten Silberfalter (Brenthis ino) zugute kommt.
Durch die Arbeiten im Jahr 2008 konnten auch einige neue Erkenntnisse gewonnen werden.
Sensationeller Fund: Der kleinen Schillerfalter konnte durch Andreas Steiger im Mühlebachtäli
in Allschwil als Rauper nachgewiesen werden. Klicken Sie hier für weitere Infos und
Fotos.
Weitere Informationen zum Jahr 2009: Am 22. Juni fand eine Exkursion ins Gebiet Wasserfallen
statt. Dort konnten - trotz schlechtem Wetter - 22 Arten nachgewiesen werden. Da
nur wenige Falter flogen wurden vor allem Raupen gesucht. Dabei konnten einige Widderchenarten
gefunden werden.
Weitere schöne und erfreuliche Beobachtungen, die von diversen Personen für das Projekt
«Tagfalterschutz Baselland» zusammengetragen wurden haben wir schon mal zusammengefasst.
Insgesamt haben wir die Kenntnis über die Tagfalter im Baselbiet wieder deutlich
verbessern können - besten Dank an alle!