Im Jahr 2007 konnte ein grosser Teil der Finanzierung für 5 Jahre Dank der Unterstützung
von Pro Natura und dem Lotteriefonds Basel-Landschaft gesichert werden. Die erste
Umsetzungsphase umfasst 6 Förderungsprojekte: 4 Artenschutzprojekte und 2 Förderungsprojekte
für besonders artenreiche und bedeutende Tagfalter-Gebiete (Hotspots). Das Konzept
wurde dem landwirtschaftlichen Zentrum Ebenrain und dem Forst des Kantons Baselland
vorgestellt. Von beiden Seiten her kam ein positives Feedback.
Lauchweid:
Das Bergkronwicken-Widderchen ist möglicherweise die am stärksten gefährdete Tagfalterart
im Kanton Basel-Landschaft. Es besteht derzeit nur noch ein einziges Vorkommen im
Gebiet Lauchweid – Rehhagweid. Ohne rasche Verbesserung seines sehr spezifischen
Raupen-Lebensraums ist sein Überleben im Kanton selbst kurzfristig nicht garantiert.
An den Waldrändern der Lauch- und der Rehhagweid sollen auf mehreren Aren einst offene,
felsige Bereiche wieder frei gestellt werden. So erhält die Scheidige Kronwicke,
die einzige Raupen-Futterpflanze des Widderchens, neuen Lebensraum. Diese Massnahmen
konnten Dank dem Einsatz des Forst bereits umgesetzt werden: Fotos des Einsatzes
Erhollen-Weide, Liesberg:
Die Erhollen-Weide ist von besonderer Bedeutung für den Raum Liesberg und ein besonders
reicher Tagfalter-Hotspot im Kanton Basel-Landschaft. Seit ein paar Jahren gibt sie
allerdings zur Sorge Anlass: Weite Teile zeigen einen starken Trend der Verbrachung.
Der Adlerfarn hat schleichend grosse Flächen eingenommen und Brachepflanzen wie die
Bunte Kronwicke oder der Dost breiten sich zunehmend aus. Daher wurden folgende Massnahmen
mit dem landwirtschaftlichen Zentrum Ebenrain eingeleitet:
– Intensivieren der Weidepflege, namentlich intensives Mähen des Adlerfarns
– Erhöhung des zugelassenen Rinderbestands durch den Ebenrain
Weitere Aktivitäten im 2007:
- Röserental-Tugmatt, Liestal (Vorranggebiet Nr. 19): In Bereich Tugmatt des Perimeters
wurden erste, von Tagfalterschutz BL initiierte Massnahmen an den Waldränder umgesetzt
(Auskunft von Kreisförster B. Feigenwinter).
- Mülibachtäli, Allschwil (Vorranggebiet Nr. 26): Förderung der für die beiden Schillerfalter-Arten
limitierenden Hauptfutterpflanzen: Sal-Weide und Espe. Zusammen mit Kreisförster
Ch. Gilgen und Revierförster M. Lack für die Waldränder und M. Plattner für die Naturschutzflächen
im Offenland wurden die Möglichkeiten von Förderungsmassnahmen geklärt. Es bestehen
Zusagen für konkrete Umsetzungen.
- Reinacher Heide (Vorranggebiet Nr. 27): Aufgleisen der Anpassen des Pflegeregimes
von Teilflächen am Südrand, der Pflege von Gehölzen sowie von Aufwertungsmassnahmen
für grosse Flächen auf der rechten Birsseite, gemeinsam mit Fachstelle Naturschutz
(Markus Plattner). Die Massnahmen sind beschlossen und werden bald ausgeführt.
- Richtiflue, Waldenburg (Vorranggebiet Nr. 13) und Helfenbergrütenen, Langenbruck
(Vorranggebiet Nr. 13): In beiden Gebieten sind seitens Forstamt wichtige, auf die
Tagfalter abgestimmte Massnahmen geplant. Tagfalterschutz BL steht in engem Kontakt
mit den Akteuren.