Tagfalterschutz Baselland

Ein Projekt der Pro Natura Baselland  

HOME

NEWS

DAS TEAM

VORRANGGEBIETE

ARTENSCHUTZ

LINKS & FAQ

UMSETZUNG

BERICHTE & ARTIKEL

ZIELE

KONTAKT/SPENDEN

Erste Massnahmen im 2006:

 

Vorranggebiet Nr. 1 «Mühlibächli, Liesberg»:

Eine nur teilweise Mahd des Spierstaudenbestands (maximal zwei Drittel) konnte mit Revierförster G. Walser abgesprochen werden, der für die Pflege der unter Naturschutz stehenden Fläche zuständig ist. Von dieser Massnahme wird der Violette Silberfalter (Brenthis ino) profitieren.

 

Vorranggebiet Nr. 2 «Erhollen, Liesberg»:

Das Problem der Verbrachung der Liesbergerweid wurde mit S. Kaufmann (Ebenrain) und G. Walser besprochen. S. Kaufmann hat im Frühsommer 2006 zusammen mit dem Bewirtschafter kurzfristig eine geringfügige Anpassung des Weideregimes realisieren können. Neu sind auf der Weide sechs anstatt der bisher vier Rinder zugelassen. Die Bekämpfung des Adlerfarns soll intensiviert werden.

 

Vorranggebiet Nr. 4 «Oltme, Liesberg»:

Auf der kleinen Mähwiese wurde 2005 ein Weibchen des seltenen Schlehenzipfelfalters (Satyrium spini) beobachtet. Da eine Fortpflanzung möglich scheint, wurde mit Revierförster G. Walser, der die Pflege organisiert, im Herbst 2005, eine Schonung des Gemeinen Kreuzdorns abgesprochen. Auch eine mögliche Erweiterung der Halbtrockenrasen zugunsten des Rostbraunen Wiesenvögelchens (Coenonympha glycerion) wurde positiv aufgenommen.

 

Vorrangebiet Nr. 11 «Richtiflue, Waldenburg»:

An der Richtiflue sollen als Ersatz für die Errichtung einer Mobilfunkantenne ökologische Aufwertungen realisiert werden. Wir konnten im Frühjahr 2006 die Anliegen des Schmetterlingsschutzes im Rahmen einer Sitzung mit R. Maurer (zuständiger Revierförster) und Ch. Berney einbringen. Zudem konnten die Wünsche seitens «Tagfalterschutz BL» mit Kreisförster B. Feigenwinter besprochen werden. Das Aufwertungsprojekt soll massgeblich für Reptilien und Tagfalter optimiert werden.

 

Vorrangebiet Nr. 14 «Helfenbergrütenen, Langenbruck»:

Die Forstämter der Kantone Solothurn und Baselland verfolgen derzeit eine auf den Reptilienschutz zurückgehende Idee eines kantonsübergreifenden Naturschutzprojekts am Helfenberg. Im Juni 2006 konnten die Anliegen aus Sicht des Tagfalterschutzes beim Kantonsforstamt (B. Feigenwinter) deponiert werden.

 

Vorrangebiet Nr. 16 «Lauchweid, Eptingen / Langenbruck»:

Das Problem der Verbrachung wurde mit S. Kaufmann und W. Huber, der das Gebiet am besten kennt und einen guten Kontakt zu den Bewirtschaftern pflegt, besprochen. Für 2005 konnte eine intensivere Weidepflege nicht mehr erreicht werden. Für 2006 bemüht sich S. Kaufmann um eine Lösung.

 

Vorrangebiet Nr. 19 «Röserental - Tugmatt, Liestal»:

Ein kantonsübergreifendes Projekt zur Aufwertung der Waldbestände und Waldränder konnte im Frühjahr 2006 angestossen werden. Eine erste Begehung vor Ort mit R. Zimmermann (Revierförster Dorneckberg) und M. Dipner (Vertreter Naturschutz) hat im Juni 2006 bereits stattgefunden. In einem nächsten Schritt müssen die beiden anderen betroffen Revierförster einbezogen werden (R. Sauter, Liestal, H. Schäublin, Pratteln).

 

Vorrangebiet Nr. 27 «Mühlebachtal, Allschwil»:

Im Rahmen der Realisierung des Ersatzstandortes «Mühlebachtal» (Vollzug des Inventares der Amphibien-Laichgebiete von nationaler Bedeutung) stehen umfangreiche Revitalisierungs-massnahmen an. Um die aus Sicht der Schmetterlinge dringenden Massnahmen frühzeitig anzustossen, wurde seitens «Tagfalterschutz BL» bereits Kontakt mit wichtigen Akteuren aufgenommen: Ch. Gilgen (Kreisförster), P. Imbeck (Leiter Abteilung Natur und Landschaft Kt. BL), Werner Götz (nateco, Projektleiter Bauausführung), Lucius Cueni (Natur- und Vogelschutzverein Allschwil) und Andreas Dill (Gemeinde Allschwil, Abteilung Umwelt). Die Anliegen wurden durchwegs wohlwollend aufgenommen und es ist davon auszugehen, dass spezifischen Massnahmen zugunsten der Schillerfalterarten (Apatura spp.) in bedeutendem Umfang umgesetzt werden können.

 

Sponsoren: