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Rostbraunes Wiesenvögelchen (Coenonympha glycerion)

Vorkommen

Das Rostbraune Wiesenvögelchen besitzt ein sehr weites Verbreitungsgebiet, das von Europa bis zur Mongolei reicht. In der Schweiz liegt der Schwerpunkt im Jura, mit grösseren Lücken zwischen dem nordwestschweizer Jura und dem Randen (v.a. Kanton AG). Im Bündnerland liegen weitere wichtige Vorkommen der Art in der Schweiz. In Wallis steht die in den Tallagen einst weit verbreitete Art dagegen kurz vor dem Verschwinden. Die Art gilt in der Schweiz als stark bedroht (Duelli, 1994). Den Vorkommen in der Nordwestschweiz (SO, JU, BL) kommt eine wichtige Bedeutung für den Erhalt der Art zu.

Nach 1980 sind nur noch drei Fundorte bekannt geworden: Liesberg (Vorranggebiete Nr. 2 «Erhollen» und Nr. 4 «Oltme-Liesbergweide»), Eptingen/Langenbruck (Vorranggebiet Nr. 16 «Lauchweid») und Oltingen (Vorranggebiet Nr. 17 «Röti -Rumpel»).

 

Gefährdungsursachen:

 

Grundlagen für den Schutz:

 

Ziele:

 

Erhaltungs- und Förderungsmassnahmen:

Um die gesetzten Ziele zu erreichen, müssen vordringlich die Lebensräume im aktuell besiedelten Gebiet in Liesberg rasch und massiv ausgedehnt werden. Für die Lauchweid und das Gebiet «Röti-Rumpel» muss in erster Linie die Lebensraumqualität verbessert resp. wiederhergestellt werden.

 

Erfolgskontrolle:

Wir empfehlen, die Wirkung der getroffenen Massnahmen zu kontrollieren. Als optimale Methode hat sich eine mehrfache jährliche Begehung entlang einer Transektstrecke herausgestellt. Aufgrund phänologischer Schwankungen sollten minimal zwei, noch besser drei Begehungen zur besten Flugzeit des Rostbraunen Wiesenvögelchens durchgeführt werden. Die Transektlänge muss auf seine Häufigkeit im Gebiet abgestimmt werden. Für das Gebiet «Oltme» ist eine Transektstrecke von 500 m Länge denkbar.

Für die Lauchweid ist die Transektmethode nicht zweckmässig, da das Rostbraune Wiesenvögelchen hier zu selten ist. Alternativ bieten sich längere, zeitlich limitierte Begehungen an, während derer versucht wird, eine minimale Individuenzahl für die gesamte Fläche zu schätzen.

 

Hier können Sie das Objektblatt inklusive Legende und Technischem Bericht von Coenonympha glycerion herunterladen:                              

Objektblatt Coenonympha glycerion (200 KB)

Zusammenfassung und Legende (2 MB)

Technischer Bericht (800 KB)

 

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